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Bern liest ein Buch

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Bern liest ein Buch

«Bern liest ein Buch» ermöglicht Literaturvermittlung auf andere Art.

„Wenn ich auf der Strasse zwei Menschen sehe, die sich umarmen, denke ich immer: Die haben dasselbe Buch gelesen.“ Peter Bichsel

 «Bern liest ein Buch» 2022 ist lanciert.

«Bern liest ein Buch» wird Literaturvermittlung auf andere Art ermöglichen. Der gleichnamige Verein «Bern liest ein Buch» hat das Projekt lanciert und lädt nun alle interessierten Kreise ein, sich daran zu beteiligen. Im kommenden Frühling soll das Buch Was der Fall ist von Thomas Duarte während zweier Wochen im Zentrum der Aufmerksamkeit stehen. Das vielschichtige Werk des in Bern lebenden Autors bietet Kulturveranstaltern, Schulen, Quartierorganisationen usw. Anknüpfungspunkte verschiedenster Art.

Sich gemeinsam über ein Buch auszutauschen, das alle gelesen haben, weckt das Interesse für unterschiedliche Sichtweisen oder Lebensumstände und erzeugt ein Gemeinschaftsgefühl. Der Verein «Bern liest ein Buch» möchte auch in der Stadt Bern über die Literatur möglichst viele Menschen in vielfältiger Art miteinander in Kontakt bringen. Vom 28. März bis 10. April 2022 sollen sich möglichst viele Einzelpersonen, Schulen und Institutionen mit einem Buch beschäftigen. Für die erste Durchführung des Projektes ist das bei Lenos erschienene Buch «Was der Fall ist» des in Bern lebenden Autors Thomas Duarte ausgewählt worden.

Der Lenos Verlag schreibt im Klappentext zum Buch: Ein Mann erscheint mitten in der Nacht auf einem Polizeiposten und erzählt, wie sein bislang eintöniges Leben aus den Fugen geraten ist. Jahrzehntelang hat er für einen wohltätigen Verein gearbeitet, jetzt wird er plötzlich wegen Unregelmässigkeiten bei der Geldvergabe verdächtigt. Und nicht nur das: Im Hinterzimmer seines Büros, in dem er zeitweise selbst hauste, lässt er neuerdings die illegal arbeitende Putzfrau Mira wohnen. In seinem wahnwitzigen Bericht, dessen Charme und Menschlichkeit aber selbst den Polizisten nicht kaltlassen, entsteht das Portrait eines modernen Antihelden, der einen überraschend fröhlichen Nihilismus zum Besten gibt.

Das Programm für Bern liest ein Buch soll nicht vom Verein, sondern von den Interessierten aus der Stadt selbst kommen, die sich mit dem einen oder anderen Thema des Buches identifizieren können oder darüber mehr wissen wollen. Mögliche Themenbereiche sind Polizeitätigkeit, Situation der Papierlosen, der Prostituierten, Büroalltag, Hilfswerke und ihre Organisation, wo fühle ich mich zu Hause und weshalb, was macht das Leben sinn- und wertvoll usw.

Der Verein «Bern liest ein Buch» übernimmt Programmkoordination, Öffentlichkeitsarbeit und Verbreitung der Idee. Alle Veranstaltungen sollen im Sinn einer partizipativen Gestaltung von den Beteiligten kommen. Alle Veranstaltungen sollen öffentlich sein.

Dem Verein «Bern liest ein Buch» gehören Vertreter:innen von Bibliotheken (Kornhausbibliotheken, Universitätsbibliothek), des Literaturbetriebs, des unabhängigen Buchhandels sowie der Politik an. Der Verein hat sich zum Ziel gesetzt, das Lesen zu fördern, gemeinsame Leseerlebnisse zu schaffen und neue Formen der Literaturvermittlung aufzuzeigen. Weitere Informationen finden Sie hier bernliesteinbuch.ch